Jahre des Aufschwungs

Adolf Jäger übergab das Amt des 1. Vorsitzenden an Edwin Strobel, 2. Vorsitzender blieb Franz Göppinger, Oberturnwart wurde Rudi Jocham, Jugendwart Werner Dörr. 1970 wurde erstmals eine "Jahresschrift" herausgegeben. Bis 1971 konnte der TV02 mit weiteren Übungsleitern und Trainern deren Zahl auf 28 erhöhen, mit ihnen den Turnbetrieb erweitern und Turnen für Mutter und Kind sowie Kinderturnen für 4-6jährige Buben und Mädchen einführen. 1972 und damit im Zeichen des 70jährigen Bestehens des Vereins wurde zugleich die Handballabteilung 40 Jahre alt. Zu den zahlreichen Veranstaltungen zählten auch die Kreiswaldlaufmeisterschaften im Ortsteil Tuniswald und der 1. Volkswandertag des Deutschen Turnerbundes, von dem jeder der 120 Teilnehmer eine Medaille erhielt. Von Dr. Hedrich angeregt, wurde trotz verschiedener Bedenken die Volleyball-Spielgemeinschaft Bodensee (VSG) aus Spielern der Vereine Langenargen, Kressbronn, Lindau und Friedrichshafen gegründet.

Das Jahr 1973 brachte für den TV02 sportliche Erfolge beim Deutschen Turnfest in Stuttgart. Gleich drei Handball-Mannschaften wurden Meister, und die "Erste" stieg in die II. Internatio-nale Bodenseeliga auf. Die Volleyball-Senioren wurden Württembergischer Meister. Daneben gab es die jährlichen Veranstaltungen wie Turnerball, Gartenfest, Fischerstechen, Kameradschafts-abend und eine Nikolausfeier in der kleinen Turnhalle. Mit der Jahresschrift 1974 wurden nun schon 610 Mitglieder nachgewiesen. Mehr als 30 Trainer und Übungsleiter festigten das breite Angebot für jedes Alter. Vom Frauenturnen unter Ruth Wocher wurden wegen großer Nachfrage die über 40-Jährigen von Renate Maucher übernommen. Auch die neuen Kurse für Mutter und Kind, Skigymnastik und Allgemeine Gymnastik fanden auf Anhieb regen Zuspruch. Vom Erwerb eines Geländes an der Argen versprach sich der TV02 eine künftige Möglichkeit der Schaffung von zusätzlichem Hallenraum.

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Im Rahmen der Trimm-Dich-Aktion wurde 1975 die kostenlose DSB-Aktion Lauftreff mit speziell auf Familien mit kleinen Kindern zugeschnittenen Wanderungen auch in Langenargen eingeführt. In Fortsetzung von Veranstaltungen der Volkshochschule (damals noch VHS Eriskirch, Kressbronn, Langenargen) entstand unter Luise Baumann eine Seniorengymnastik mit bald mehr als 20 Frauen und Männern im Alter bis über 80 Jahre. Die weitere Ausdehnung des Vereins scheiterte nun erneut am begrenzten Hallenraum. Eine Konsolidierungsphase sollte das Erreichte sichern und optimieren. Besondere Erfolge hatten die Langenargener als Zweite in der Vereinsbestenliste des Württembergischen Leichtathletikverbandes und als Handballmeister der 1. Internationalen Bodenseeliga. Allerdings mussten Hand- und Volleyballer bei Punktspielen wegen ungenügender Abmessungen der eigenen Halle auf fremde Hallen ausweichen, was den Verlust an Publikumswirksamkeit in der Heimatgemeinde bedeutete.
In Fortsetzung der früheren sommerlichen Feste gab es nun das Uferfest, an dem die Langenargener Vereine wesentlich mitwirkten. Vor dem früheren "Holzplatz" entstand die neue Uferanlage mit den von Franz Krayer gesponserten Wasserspielen. An Schalung, Rohrverlegung und Betonarbeiten beteiligte sich auch eine TV02-Mannschaft. Die Anlage wurde 1976 eingeweiht. 1976 wiesen einige Glanzpunkte als Lohn mühevoller Kleinarbeit den Weg ins Jubiläumsjahr. Der 11jährige Michael Boikat siegte bei den Württembergischen Schüler B-Bestenkämpfen im Weitsprung und im 75 m-Lauf. Ebenfalls errang Franz Sauter beim Württembergischen Kunstturntag in der Einzelwertung jeweils 1. Plätze am Boden und am Reck. Die Volleyballer stiegen als VSG-Meister in die Regionalliga Süd auf.

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